Rundfunkgebühren inflationsbereinigt

Die Rundfunkgebühren steigen und steigen, obwohl die Öffentlich-Rechtlichen keine*n Zuschauer*in unter 60 mehr haben. Dieses Klischee ist zum einen schlichtweg falsch: Die öffentlich-rechtlichen Sender hatten 2016 den höchsten Marktanteil im Gesamtpublikum. Wenn der Rundfunkbeitrag darüber hinaus nicht als absoluter Wert, sondern anhand seiner Kaufkraft dargestellt wird, zeigt sich ein ganz anderes Bild.

Rundfunkbeitrag inflationsbereinigt

Der anfängliche Beitrag lag 1953 zwar nur bei sieben Mark, doch diese besäßen heute eine Kaufkraft von 17,05 Euro. Der Startbeitrag lag also nur 93 Cent unter dem jetzigen Beitrag von 17,98 Euro. Damals finanzierte der Rundfunkbeitrag nur die ARD, sowie die Hörfunkanstalten Nordwestdeutscher Rundfunk mit drei Sendern, den Südwestfunk und vier Radiosender aus der amerikanischen Zone, wie die Wikipedia in einer schönen Tabelle zusammenfasst. Heute gibt es ingesamt 66 Radio- und 19 Fernsehsender, die vom Rundfunkbeitrag leben, hinzu kommen die Online-Angebote.

Der an der Kaufkraft gemessene Maximalbeitrag wurde übrigens 2001 mit 20,24 Euro erreicht. Das Spreadsheet mit allen Daten und dazugehörigen Quellen kann hier eingesehen werden.K